Leben macht Schule    La Gassa 13b    7017 Flims    +41 078 601 49 57    info@lebenmachtschule.ch

Impressum

Vor allem im englischsprachigen Raum werden bereits verschiedenste Programme durchgeführt, um die sozialen und personalen Kompetenzen gezielt zu stärken und zu erlernen. Richtig ist jedoch, das diese Kompetenzen nicht aussschliesslich im Frontalunterricht vermittelt werden können. Somit müssen die Formen der Vermittlung angepasst werden.

Allgemeines

Leben macht Schule unterscheidet zwei Haupt-Wissensbereiche: einerseits das kognitive, akademische Wissen, andererseits das personale bzw. soziale Wissen (s. Abb. 1)

Sicherlich ist klar, dass auch noch andere Wissensbereiche existieren (motorische, ästhetische Bildung zB.), jedoch ist für LmS vor allem die Unterscheidung der oben genannten entscheidend. Wie in der Abbildung zu sehen, können wir kognitive und sozial/personale (emotionale) Fähigkeiten unterscheiden. Diese Bereiche bedingen sich in vielfältiger Form und sind eng verzahnt. Dennoch können wir im Bildungsbereich ein deutliches Ungleichgewicht zu Gunsten der kognitiven Bildung erkennen. Argumente, dass die soziale Bildung nicht zu vermitteln wären, sondern nur vorgelebt werden müsse, oder nur Raum für das Erleben gelassen werden müsse, greift dabei zu kurz als Begründung. 

Fachwissen, emotionale Intelligenz

Abb 1.: A framework for cognitive, social and emotional skills 

Skills for social progress: The power of social and emotional skills; OECD 2015

Erklären

Erleben

Verbinden

Reflektieren

4 Phasen Modell

Leben macht Schule

Abb 2.: 4 Phasen eines Moduls in Leben macht Schule

Selbstverständlich ist dies ein idealisierter Ablauf. Die Phasen wieder-holen  sich in den nachfolgenden Modulen immer wieder, sodass Klarheit entsteht bezgl. des Ablaufs der Module. 

Erklären:        

Erleben:          

Reflektieren:   

Verbinden:      

4 Phasen in LmS

In der Fachliteratur spricht man in diesem Zusammenhang von Kompetenzen zur Laufbahngestaltung, oder Schlüsselkompetenzen  - im englischen von Career Management SkillsLmS hat sich zum Ziel gesetzt, diese Kompetenzen professionell zu fördern und sie in einem in sich schlüssigen und begleitenden Programm zu vermitteln. Die Inhalte werden dabei von 4 Phasen bestimmt, die sich in jedem Modul wiederholen, um eine Verfestigung zu ermöglichen und Zusammenhänge der eigenen Persönlichkeit besser zu verstehen:

Informationen zum momentanen Thema

Erlebnisse dazu sammeln in Interaktionsaufgaben

Vom Erlebnis zur immer wieder abrufbaren Erfahrung

Transfer zum"big picture" im eigenen Leben

Career Management Skills

Die Career Management Skills (CMS) sind in vieler Munde aber eine allgemein gültige Definition besteht noch nicht. Allgemein herrscht aber ein Konsens über die Stossrichtung: 

"Career Management Skills sind Kompetenzen, die Einzelpersonen helfen, ihre vorhandenen Fähigkeiten zu identifizieren, Karriere-Lernziele zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Karriere zu verbessern."

Definition nach ELGPN (European Lifelong Guidance Policy Network)

Weiter wurden 3 Hauptthemenbereiche erkannt, in denen Menschen CMS entwickeln können. Dabei werden diese als aufeinander abfolgende Bereiche gesehen:

  1. Das eigene Selbst verstehen und entwickeln 

  2. Leben, Lernen und Arbeiten erforschen

  3. Meine Karriere entwickeln und managen 

  • Planungsgespräch: Wahl der Module, Schwerpunkte und Ziele

  • Durchführung der geplanten Module mit 2 Feedbackrunden 

  • Präsentation der Ergebnisse in geeigneter Form

  • Nachbesprechung und Analyse

Struktur

Die Dauer des Programms kann von der Einrichtung bestimmt werden. Am einfachsten gestaltet sich die Begleitung über ein Semester oder ein Jahr. Themen können dadurch vertieft werden und es ist Zeit, wirkliche Veränderungen zu erleben und neues Verhalten auszuprobieren. Auch kann ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden und Ergebnisse der letzten Module im nächsten überprüft werden. Wichtig ist uns aber vor allem, das Teilnehmer die einzelnen Themen durch ein begleitendes Programm besser in Verbindung bringen können ("the big picture") und dann verstehen, wie sie Erkenntnisse in ihrem eigenen Leben ganz praktisch umsetzen können. Je nach zeitlichen Ressourcen der Einrichtung kann das Programm z.B. im Rahmen des Ethikunterrichts oder in Wahlpflichtkursen eingebaut werden. Die Komplexität der Inhalte wird 

Coaching Methoden

Alle Workshops und Methoden sind vielfach von mir genutzte und effiziente Coaching und Persönlichkeitstrainings Tools. Sie  wurden angepasst an die Bedürfnisse von jungen Menschen in Sprache und Umfang. Alle Methoden zielen auf die eigenständige Erforschung der Persönlichkeit jedes/r Teilnehmer/in ab. Der generelle Grundsatz hinter unseren Methoden ist: "Die Lösung liegt im Gegenüber!"

 

Das Konzept von "Leben macht Schule" basiert auf langjährigen Beobachtungen und Erfahrungswerten als Coach und Trainer in Firmen und Schulen, sowie der Recherche renommierter Autoren und Studien aus dem Fachbereich Bildung, Erziehung und Wirtschaft (nähere Infos unten). Der erkennbare Anstieg der individuellen Anforderungen in Alltags- und Berufswelt muss einhergehen mit der professionellen Vermittlung von career management skills um sich "seiner-selbst-bewusster" zu sein. Um wichtige Entscheidungen nicht dem Zufall zu überlassen.

Hintergründe

Konzept

 

- Ein Grundlagenbuch über die Entwicklung von jungen Erwachsenen:
Helmut Fend (2003): Entwicklungspsychologie des Jugendalters

- Zum psychologischen Fundament von Leben macht Schule:  Kurzzusammenfassung der Lebensstilkonzepte nach Alfred Adler, 

Individualpsychologie nach A. Adler

- Genialer Vortrag zur heutigen Situation in Bildungseinrichtungen

Sir Ken Robinson: Zur Revolution in der Bildung

-Welche Faktoren sind für die Kompetenzen zur Laufbahngestaltung begünstigend/hinderlich? Ein Konzeptpapier

Career Management Skills: CMS Concept Note

- Zum besseren Verständnis der Notwenigkeit von Programmen wie Leben macht Schule: Ein Plädoyer für das informelle Lernen

 http://rsse.elearninglab.org/wpcontent/uploads/2015/01/SZBW_14.3_Editorial_de.pdf

Methodik

Literatur und Links

Dieses Konzept soll also tiefer ansetzen, als ein weiteres Kurzzeit-Event zu sozialen Kompetenzen. Bei den meisten solcher Programme ist häufig der Wunsch erkennbar, möglichst effektiv viel Inhalt in einen kurzen Zeitraum unterzubringen. Jedoch wird häufig das Gegenteil erreicht: Es ist eher eine Überforderung der jungen Menschen zu beobachten, aufgrund der Fülle an Informationen innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Somit werden diese Programme ineffektiv. Leben macht Schule reagiert auf diese Umstände: Die Impulse werden durch ein modulares Training entzerrt, vertieft und nachhaltiger vermittelt. Es soll das Bedürfnis angegangen werden, mehr über die eigene Person und Begabung zu erfahren, souverän mit sich und seinem Gegenüber umgehen zu können.

Wissen soll nicht nur in der Theorie existieren, sondern auch in der Praxis des Lebens angewandt werden können. Das kann jedoch nur in einer vertrauten Atmosphäre gestaltet werden, welche wiederum erst wachsen muss, wie in einem begleitenden Training. Durch Umsetzen und konkretes Überprüfen von Zielen in den aufeinander aufbauenden Modulen kann so eine Nachhaltigkeit und Effizienz innerhalb des Trainings erzeugt werden, die in kurzfristigen Events nicht erreicht werden kann.

EU Bildungsministerrat (2004): Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten über den Ausbau der Politiken, Systeme und Praktiken auf dem Gebiet der lebensbegleitenden Beratung in Europa (9286/04).

Online im Internet: http://ec.europa.eu/education/policies/2010/doc/resolution2004_de.pdf [Stand: 2010-02-02].

 

EU Bildungsministerrat (2008): Entschließung des Rates vom 21. November 2008 und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten zu einer besseren Integration lebensumspannender Beratung in die Strategien für lebenslanges Lernen (2008/C 319/02).

Online im Internet: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2008:319:0004:0007:DE: PDF [Stand: 2010-02-02].

 

Jarvis, Philip S. (2003): Career Management Paradigm Shift: Prosperity for Citizens, Windfall for Governments. Online im Internet: http://www.contactpoint.ca/natcon-conat/2003/pdf/pdf-03-15.pdf [Stand: 2010-02-02].

 

OECD (2003): Career Guidance and Public Policy. Bridging the Gap. Online im Internet: http://www.oecd.org/dataoecd/33/45/ 34050171.pdf [Stand: 2010-02-02]. 

Neary, S., Dodd, V. and Hooley, T. (2015). Understanding Career Management Skills: Findings From the First Phase of the CMS Leader Project. Derby: International Centre for Guidance Studies, University of Derby. 

https://derby.openrepository.com/derby/bitstream/10545/595866/1/Understanding+career+management+skills+Final+Feb+20161.pdf

Weiterführende Literatur und Studien

Zitate

Bildung kann dazu beitragen, motivierte, engagierte und verantwortungsbewusste Bürger hervorzubringen, indem sie wichtige Fähigkeiten erweitern. Kognitive Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Problemlösung sind entscheidend. Allerdings können junge Menschen mit einer starken sozialen und emotionalen Grundlage in einem hochdynamischen und  anspruchsvollen Arbeitsmarkt besser aufblühen, da sie hartnäckig und hart arbeiten können. Es ist wahrscheinlicher, das sie körperlichen und geistigen Erkrankungen entgehen, indem sie ihren Impuls kontrollieren, einen gesunden Lebensstil ausüben und starke zwischenmenschliche Beziehungen aufrechterhalten. [...] Sie sind auch besser vorbereitet, die Stürme des Lebens, wie Verlust der Arbeitsstelle, familiäre Desintegration, Krankenhausaufenthalt oder Mobbing, durch die Steuerung ihrer Emotionen und Anpassung an Veränderungen, zu bewältigen."

OECD Skills for social Progress – The power of social and emotional skills: Conclusion

http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/education/skills-for-social-progress_9789264226159-en#.WLxc2LGX_-Y#page25

"Bildung soll den Menschen helfen, den eigenen Platz in der Welt zu reflektieren und darüber nachzudenken, was eine nachhaltige Entwicklung für die eigene Lebensgestaltung und das Leben in der Gesellschaft bedeutet. Es geht darum, Wissen und Können aufzubauen, das die Menschen befähigt, Zusammenhänge zu verstehen, sich als eigenständige Personen in der Welt zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung zu beteiligen."

Lehrplan 21 "Bildung für nachhaltige Entwicklung"  

„Career Management Skills“ können nur durch eigene Lernerfahrungen in einer realen Situation erworben werden. Die Rolle von Schule kann dabei nicht sein, alle dazu notwendigen Unterstützungen selbst anzubieten. Damit wäre sie auch überfordert.“

Gerhard Krötzl S. 6; „Career Management Skills – ein Kernelement der Strategien zu Lifelong Guidance

"Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen."

Heraklit

 

Was sind die Grundlagen von Leben macht Schule? Hier finden Sie nähere Informationen zu den Inhalten und der Struktur.

 
 
 

Somit wird der rote Faden erkennbar: Es geht um Selbst- und Sozialkompetenzen, aber auch um Methodenkompetenzen, die ganz spezifisch auf die erfolgreiche Gestaltung des eigenen Lebens ausgerichtet sind. LmS hat seinen Schwerpunkt auf den Grundlagen des eigenen Selbst und der Erforschung der eigenen Möglichkeiten und Selbstwirksamkeit. Wir wollen Menschen ermöglichen selbstbewusst ihre Laufbahn zu gestalten und eine Resilienz zu entwickeln gegenüber verschiedensten Rückschlägen. 

an die Bildungseinrichtungen angepasst. Zum Abschluss werden die eigenen Ergebnisse zusammengefasst und in einem sinnvollen Rahmen präsentiert. Das Programm findet in einer begeisternden und geschützten Athmosphäre statt, sodass jeder die Möglichkeit hat, sich neu zu erleben. 

Interaktionsaufgaben

Um das Erleben zu ermöglichen nutzen wir verschiedenste Formen von Interaktionsaufgaben, um die Themen auch bildlich zu verdeutlichen. Meine Erfahrung ist, das Menschen sich oft sehr gut an diese Aufgaben erinnern können. Daher versuchen wir einen hohen Transfergehalt in diese Aufgaben hineinzubringen. Z.B. Ist das Fundament bei einem Turmbau extrem wichtig, wenn der höchste Turm gewinnt. Schnell lässt sich dazu das Bild des eigenen Lebens-fundamentes erzeugen: Wie stabil ist es? Was macht es stärker? Was schädigt? Auf was baust du dein Leben?

Somit nutzen wir diverse Erlebnisse aus den Aufgaben, um Teilnehmer gezielt auf die Nähe und Ähnlichkeiten der Erfahrungen im "realen Leben" hinzuweisen. Denn: "Niemand ist so echt wie im Spiel!"

Bei weiterem Interesse zur Methodik nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf!

  1. Selbstmanagement
    Gesunde Selbsteinschätzung, Stärken, Schwächen, Werte, Selbstwirksamkeit erleben, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Motivation

  2. Beziehungsmanagement
    Fremdwahrnehmung vs Eigenwahrnehmung, Kommunikation, ideales Umfeld, Konfliktkultur, Verhaltenstendenzen erkennen

  3. Kommunikation
    4 Ohren Modell, Eigenmotivation, Bedürfnisse, Konfliktmanagement

  4. Führungskompetenzen
    Aufgaben und Menschen koordinieren, Potentiale erkennen, Strukturen und Strategien aufbauen

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